Hüpstedt. Die Bürgerinitiative „Solarpark Hüpstedt“ lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung ein. Am 05. März 2025 um 19:00 Uhr wird im Pfarrheim Hüpstedt ein alternatives Konzept für die Errichtung eines Solarparks vorgestellt.
Hintergrund der Veranstaltung ist die geplante Errichtung eines Solarparks durch die Firma ALTUS vor den Toren von Hüpstedt, zwischen Eigenröder Warte und dem Ort selbst. Die Bürgerinitiative spricht sich entschieden gegen diesen Standort aus und ruft dazu auf, an diesem Abend eine Unterschriftensammlung zu unterstützen, um das Desinteresse an diesem Projekt deutlich zu machen. Die gesammelten Unterschriften sollen anschließend der Stadt Dingelstädt und deren Stadträten übergeben werden.
Alternative Lösung im „Kreital“
Die Bürgerinitiative betont, dass sie sich nicht grundsätzlich gegen erneuerbare Energien stellt. Vielmehr wird ein alternativer Standort bevorzugt, der bessere Bedingungen bietet und keine negativen Auswirkungen auf die Dorflandschaft hat. Die Firma solarea-cero wird im Rahmen der Veranstaltung ihr Konzept für einen Solarpark im „Kreital“ (zwischen Sollstedter Weg Richtung Zaunröden, vor dem Wald) präsentieren.
Vorteile des alternativen Standorts
- Kaum sichtbar: Der Solarpark wäre von Hüpstedt aus nicht einsehbar, da er rund 2 km entfernt und durch Waldflächen aus Nord und Ost verdeckt ist.
- Geringe landwirtschaftliche Nutzung: Die Flächen bestehen überwiegend aus Unland, Wiesen oder nicht genutzten Ackerflächen.
- Lokale Eigentümer profitieren: Ein Großteil der Flächen gehört Hüpstedter Bürgern.
- Unterstützung der Kirchengemeinde: Die Kirchengemeinde St. Martin in Hüpstedt stellt etwa die Hälfte der Fläche zur Verfügung. Die daraus entstehenden Pachteinnahmen würden in den Erhalt der Kirche, den Kindergarten und weitere gemeinnützige Projekte fließen.
- Höhere Einnahmen für Dingelstädt: Der alternative Standort generiert höhere Einnahmen für die Stadt als die ursprünglich geplante Fläche. Zusätzlich würden Gewerbesteuereinnahmen die finanzielle Lage der Kommune verbessern.
- Bewahrung der Ortsansicht: Die geplante Fläche von ALTUS würde das Landschaftsbild von Hüpstedt stark verändern, während der alternative Standort die Ackerflächen und die idyllische Dorfansicht erhält.
- Ökologischer Mehrwert: Durch die Ansaat von Blumenwiesen-Mischungen unter den Solarplatten könnten heimische Schmetterlinge und andere Insekten angesiedelt und geschützt werden.
Bürgerbeteiligung erwünscht
Die Bürgerinitiative ruft die Hüpstedterinnen und Hüpstedter sowie alle Interessierten auf, sich aktiv zu informieren und an der Veranstaltung teilzunehmen. Ziel ist es, gemeinsam eine nachhaltige und akzeptierte Lösung für den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region zu finden – ohne dabei das Landschaftsbild oder die Interessen der Dorfgemeinschaft zu gefährden.
Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, Fragen zu stellen, sich auszutauschen und mit einer Unterschrift Stellung zum geplanten Solarpark zu beziehen. Die Zukunft der Energieversorgung soll mitgestaltet werden – aber an einem Standort, der für alle Beteiligten Vorteile bringt.